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Jens Møller

Quelle: Rasmussen, 2005, p. 627.
Geboren 1894
Gestorben 1951

Jens Møller ist Tierarzt, organisiert die deutsche Minderheit und sorgt für ihre Gleichschaltung in Südjütland. Bei der Wahl 1939 wird er zum Repräsentanten der Minderheit in das Folketing gewählt. Er ist damit die Hauptfigur hinter der massiven Nazifizierung der Minderheitsorganisationen vor dem Krieg.

Die Hauptforderung nach einer Grenzrevision wird bis nach Kriegsende aufgeschoben. Møller bekommt etliche Male aus Berlin Auflagen, dass er den Mund halten und die Grenzfrage Hitler überlassen solle. Dadurch erleiden er und die NSDAP-N eine kräftige Niederlage aus Sicht der deutschen Bevölkerung in Südjütland. Es wird klar, dass sie nicht den einzigen großen Wunsch der Minderheit verwirklichen können.

Während der Besatzung befolgt Jens Møller eine deutsche Forderung, dass er und die übrigen heimdeutschen Führer bei den jungen Leuten in der Minderheit für den Kriegsdienst werben sollen. Darüber besteht bei ihm keine ungeteilte Begeisterung, da es sich um genau die Gruppe handelt, welche die Zukunft der Minderheit sichern soll. Daher bekommt er es durchgesetzt, dass ein Teil der jungen Männer als "unabkömmlich" für die Minderheit erklärt werden. Das gilt sowohl für die erste Anwerbungsrunde 1940-41 als auch bei der zielgerichteten Kampagne der Waffen-SS im Frühjahr 1942.

Jens Møller wird nach der Befreiung verhaftet und in das Frösleelager/ Schafhauslager überführt. 1949 wird er zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er aktiv an der Anwerbung junger Angehöriger der Minderheit für den Kriegsdienst beteiligt gewesen ist und da er verantwortlich ist für die Errichtung der beiden militärischen Korps: des "Zeitfreiwilligen-Korps" und des "Selbstschutzes". Außerdem wird er verdächtigt während der Besatzung für die deutschen Polizeibehörden in Dänemark gegen Dänen spioniert zu haben.

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sourceKilder
imageBiografier
bibliographyLitteratur