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Gustav Noske

Quelle: Deutsches Historisches Museum
Geboren 09. 07. 1868 in Brandenburg
Gestorben 30. 11. 1946 in Hannover

Bereits lange vor dem Ersten Weltkrieg hat der gelernte Korbmacher und sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete (1906-1918) für Aufsehen gesorgt: Als Vertreter des rechten Flügels der SPD tritt Noske vehement für eine aktive Kolonialpolitik und Landesverteidigung ein. Den Krieg erlebt er als Berichterstatter für parteinahe Zeitungen. Sein rhetorisches und organisatorisches Geschick, das er in Kiel unter Beweis stellt sowie sein wehrpolitischer Sachverstand lassen ihn in einer demokratischen Reichsregierung als geeigneten Mann erscheinen; im November 1919 wird er als Minister an die Spitze der neuen Reichswehr gestellt. In dieser Eigenschaft ist er verantwortlich für die blutige Niederschlagung revolutionärer Arbeiteraufstände und Streiks in Berlin. Dies bringt ihm den Titel „Bluthund“ ein und lässt ihn zum Feindbild der linksradikalen Arbeiterbewegung werden. Durch die Ereignisse des Kapp-Lüttwitz-Putsches als sozialdemokratischer Minister diskreditiert, tritt Noske 1920 gezwungenermaßen zurück – mit verhängnisvollen Folgen, denn dadurch verliert die SPD ihren Einfluss auf die Reichswehr vollends. Als Oberpräsident von Hannover (1920-1930) wird Noske Opfer der nationalsozialistischen „Machtergreifung“. 1944 wird Noske im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler verhaftet; zu einem Prozess gegen ihn kommt es jedoch nicht mehr. Innerhalb seiner Partei bleibt Noske sein gesamtes politisches Leben hindurch eine Reizfigur. Seine Bedeutung für den Verlauf der Revolution kann nicht hoch genug bewertet werden. Siehe auch:
Kapp-Lüttwitz-Putsch
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