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Die Entsorgungsfrage © izrg

Der 1977 vom Schleswiger Verwaltungsgericht verhängte Baustopp wird im Februar 1981 aufgehoben, obwohl die Endlagerfrage noch immer ungeklärt ist. Das Gericht akzeptiert die von Betreibern und Regierung angebotene Übergangslösung. Diese sieht das atomare Zwischenlager in den Salzstöcken von Gorleben als Konzept vor, das die atomrechtlichen Bestimmungen erfüllt.

Die ursprünglichen Planungen einer Wiederaufbereitungsanlage und eines Atommüllendlagers in Gorleben haben sich nicht realisieren lassen, weil Anwohner und Atomkraftgegner seit den ersten Probebohrungen massiv protestieren. Vom 3. Mai bis 4. Juni 1980 besetzen sie einen der Bohrplätze und errichten das Hüttendorf "Freie Republik Wendland". Niedersachsens Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) hält die Umsetzung der ursprünglichen Planungen schließlich für politisch nicht durchsetzbar. Die Landesregierung verfolgt in Gorleben fortan die Planung eines Zwischenlagers.

Eine Wiederaufbereitungsanlage soll die abgebrannten Brennelemente in ihre Bestandteile zerlegen, um daraus wiederum spaltbares Material zu gewinnen. Die entstandenen strahlenden Teile sollen abgespalten und einer - noch unbestimmten - Endlagerung zugeführt werden. Deutsche Brennelemente bereiten derzeit Anlagen in La Hague (Frankreich) und in Sellafield (Großbritannien) auf. Denn auch der Bau eine Wiederaufbereitungsanlage im bayrischen Wackersdorf wurde 1989 nach heftigen Protesten der Bevölkerung eingestellt.

In Brokdorf deponiert man die abgebrannten Brennelemente heute in einem eigens dafür errichteten Zwischenlager vor Ort. Die angefallenen, bestrahlten Elemente lagern bei dieser Nasslagerung in Abklingbecken. Ziel dieser Maßnahme ist die Verringerung der Transporte in so genannten "Castor-Behältern" ins regionale Gorlebener Zwischenlager. Die Lagerung der Brennelemente soll so bis zur - derzeit noch nicht absehbaren - Fertigstellung eines Endlagers gewährleistet sein.

Siehe auch:

Endlagerung
Ernst Albrecht
Zwischenlager
Protestplakate

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