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Dübbel - ein gemeinsamer Erinnerungsort © sdu

Die Düppeler Schanzen sind Kriegsschauplatz während der beiden schleswigschen Kriege. Es kann nicht von durchdachten militärischen Kämpfen geredet werden, es sind vielmehr Zusammenstöße, die sich dazu eignen die politischen Kräfte in Deutschland und Dänemark zu kräftigen. Die Unterschiede zwischen Dänen und Deutschen werden scharf aufgerissen. Ein Konflikt entspricht mehr der nationalen Begeisterung der Zeit als diplomatische Lösungen. Klare Feindbilder einen die Nation.

Dennoch schlägt sich der Kampf am 18. April 1864 als Meilenstein in die Geschichte der dänischen und deutschen Nation nieder. Der Kampf endet mit einer dänischen Niederlage und 3.000 Menschen sterben, die meisten davon Dänen. Für die Deutschen gehört die Schlacht zur Geschichte der militärischen Siege, die 7 Jahre später zur Errichtung des Deutschen Reiches führen. Für die Dänen erzählt der Kampf von dänischem Heldentum für das Vaterland und wird damit zu einem Teil der nationalen Identität.

Düppel wird somit zu einer Gedenkstätte für beide Nationen. Mit dem Frieden im Oktober kommt der Ort unter preußische Herrschaft, die dänischen Schanzen werden entfernt und eine neue Festungsanlage wird errichtet. Die Preußen stellen ein Denkmal für ihre getöteten Offiziere auf und sie errichten ein Siegesmonument, das Düppeler Denkmal. Die Dänen müssen sich mit den Geschichten über den tapferen Reiter Niels Kjeldsen und den ritterlichen Artilleriekommandanten J.P.A. Anker begnügen, der außerdem die Anerkennung der Deutschen bekommt. Auf deutscher Seite wird der Pionier Klinke als Symbol für Opferwillen und Vaterlandsliebe auserkoren.

Mit der neuen Grenze von 1920 wird Düppel wieder dänisch. Nun wird mit ca. 200 Gedenksteinen an die gefallenen Soldaten erinnert. Das Düppeler Denkmal darf stehen bleiben, bis es 1945 durch Unbekannte in die Luft gesprengt wird. 1990 eröffnet man das Geschichtszentrum Düppeler Schanzen, wo die Geschichte von 1864 Schulkindern vermittelt wird. Durch jährliche Zeremonien wird Düppel aber als Gedenkstätte der Dänen am Leben erhalten, indem Kränze für die gefallenen Soldaten in den Massengräben niederlegt werden. Erst 2001 wird es erlaubt deutsche Zeremonien in Düppel abzuhalten, dies geschieht aber nicht ohne Diskussionen. Es ist nicht so einfach Gedenkstätten zu teilen.

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