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Norddeutschland © sdu

LEGO und Danfoss gründen schnell neue Unternehmen in Schleswig-Holstein. Dies geschieht schon im Jahr 1956. Beide Unternehmen errichten Produktionsstätten im nördlichsten deutschen Bundesland und damit ist Deutschland das erste Land außerhalb von Dänemark, in dem Niederlassungen gegründet werden. In den 1950er Jahren ist der deutsche Markt von großer Bedeutung für den Verkauf von LEGO und den Produkten von Danfoss.

Danfoss errichtet im Jahr 1956 eine Kompressorenfabrik in Flensburg. Diese entwickelt sich in Bezug auf die Anzahl der Arbeitsplätze zu einem der größten Arbeitgebern der Stadt. Die Entwicklung von Motortechnologie und Kompressoren findet noch immer in Flensburg statt, jedoch ist ein großer Teil der Produktion in den folgenden Jahren in andere Länder verlegt worden. Danfoss hat im Laufe der Jahre ebenfalls Verkaufbüros in mehreren deutschen Städten eröffnet und zugleich hat der deutsche Markt eine entscheidende Bedeutung für das Wachstum des Unternehmens bekommen.

Das LEGO-Unternehmen entscheidet sich im Jahr 1956 auch dafür eine Verkaufsgesellschaft in Hohenwestedt bei Neumünster zu errichten. Mit dem Geschäftsführer Axel Thomsen und GKC an der Spitze ist das Verkaufskonzept "LEGO-Spiel-System" an die Spielzeughändler in Hamburg gerichtet. Das Unternehmen in Hohenwestedt ist in den darauf folgenden Jahren von großer Bedeutung für den Verkaufsrekord des Unternehmens in Norddeutschland. Schon im Jahr 1957 trifft GKC die Entscheidung eine Werkzeugfabrik im gleichen Ort zu gründen. Der Leiter Walter Kohler und andere Werkzeugmacher sollen verschiedene Formen des LEGO-Systems liefern. In den darauf folgenden Jahren wird ein großer Teil des Werkzeugs für die Produktion des LEGO-Unternehmens in Schleswig Holstein hergestellt.

Die Etablierung der dänischen Unternehmen in Norddeutschland Ende der 1950er Jahre hat in hohem Maße mit der nicht vorhandenen Mitgliedschaft der Dänen in der Europäischen Gemeinschaft (EG) zu tun. Es geht also für die Unternehmen darum, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren. Außer ökonomischer Bedeutung haben die Tochtergesellschaften großen politischen und kulturellen Einfluss. Dies hat dazu beigetragen, dass die dänische Sicht von Deutschland sich geändert hat, was wiederum für die deutsch-dänische Zusammenarbeit über die Grenze von Bedeutung gewesen ist.

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