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Besatzungswirtschaft © sdu

Während der Besatzungszeit befinden sich Danfoss, die Odenser Stahlschiffswerft und andere dänische Betriebe in einer schwierigen Situation. Es ist nicht länger möglich Rohwaren geliefert zu bekommen, ohne dass das Nazi-Regime an der Lieferung beteiligt ist. Ebenfalls besteht auch nicht die Möglichkeit Waren für andere Länder außer Deutschland und dessen Satelitenstaaten zu produzieren. Auf diese Weise sind die dänischen Betriebe, mit Unterstützung der dänische Regierung und des Reichstages, an der Produktion für Deutschland während des Krieges beteiligt.

Danfoss und die Odenser Stahlschiffswerft haben beide das Problem, dass ihre Produkte entweder direkt oder indirekt von der Wehrmacht benutzt werden können. Jedoch muss beachtet werden, dass die Produktion relativ klein ist, hierunter insbesondere die Schiffsproduktion, die während des Krieges bedeutend abnimmt. Außerdem verkaufen die beiden Betriebe nur Produkte, die von den dänische Behörden sanktioniert werden. Die Regierung fordert die dänischen Betriebe zur bestmöglichen Aufrechterhaltung der Produktion auf.

Andere Teile der Wirtschaft produzieren Produkte, die auf indirekte Weise Bedeutung für die Kriegsfinanzen hat. Das gilt insbesondere für die dänische Landwirtschaft. Diese liefert so viel Speck, Rindfleisch und Butter, dass dadurch der gesamte Verbrauch deutscher Großstädte über 1-2 Monate des Jahres gedeckt ist. Obwohl Lebensmittel keine eigentliche Kriegsproduktion darstellen, ist dies zweifellos der größte dänische Beitrag für Deutschland während des Krieges.

Seit der Jahrtausendwende hat es eine lange Diskussion in Dänemark über die Produktion der Wirtschaft in den Kriegsjahren gegeben, sowohl aus allgemeiner Sicht als auch aus Sicht der einzelnen Firmen, wie den A.P. Møller Firmenkonzern und Danfoss. Bei vielen herrscht die neumoralische Ansicht, dass die Politiker und die Wirtschaft durch ihre Zusammenarbeit mit der deutschen Besatzungsmacht falsch gehandelt haben. Unter anderen vertritt Anders Fogh Rasmussen, der dänische Staatsminister, diese Ansicht. Andere - insbesondere Wirtschafts-Historiker, die sich in den letzten Jahren mit dem Thema auseinandergesetzt haben, haben eine nuanciertere Sicht der Dinge. Einerseits muss anerkannt werden, dass die dänische Produktion reell gesehen den Krieg der Nazis unterstützt hat. Andererseits muss auch verstanden werden, dass eine totale Zurückweisung unüberschaubare Folgen gehabt hätte und dies sowohl für die dänischen Arbeiter, die dänischen Betriebe und die ganze dänische Gesellschaft.

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