v i m u . i n f o
Dansk version

Verfassungskampf © sdu

Der Verfassungskampf in der letzten Hlfte des 19. Jahrhunderts hat einen zentralen Platz in der neueren dnischen Geschichte. Der Grund hierfr ist, dass er entscheidend fr die Entwicklung der dnischen Volksherrschaft ist. Der Verfassungskampf erhlt groe Bedeutung fr die politische Vernderung, die nach dem Verlust der Herzogtmer im Jahr 1864 stattfindet.

Der Kampf um die politische Macht beginnt richtig ab 1872, als Venstre die Mehrheit im Volksparlament erhlt. Hjre hat auch weiterhin die Mehrheit im Landesparlament und blockiert somit die Bildung einer Venstre-Regierung. Im Grundgesetz gibt es keine Bestimmungen darber, welche der beiden Kammern - Landes- oder Volksparlament - im Falle von Uneinigkeiten die notwendige Macht besitzt, um die Regierung bilden zu drfen. Es gibt auch keine klaren Entscheidungen darber, ob der Knig auf Grundlage der Mehrheit des Volksparlamentes das Recht zur Zusammenstellung einer Regierung besitzt. Deshalb trifft er die Wahl, der Mehrheit der Partei Hjre im Landesparlament zu folgen.

Der Verfassungskampf erreicht seinen Hhepunkt Mitte der 1880er Jahre, als die Regierung das Finanzgesetz nicht annehmen kann. Die Regierung geleitet von J.B.S. Estrup fhrt stattdessen provisorische Gesetze ein, die nicht vom Volksparlament ausgefertigt und verkndet sind. In dieser sogenannten Provisoriumszeit ist das Volksparlament - und damit die Demokratie - auer Kraft gesetzt. Erst im Jahr 1894 wird der Konflikt dadurch gelst, dass die verhandlungsfreudigen Teile der Venstre- und Hjre-Gruppierungen nach einigen Jahren der Annherung ein Finanzgesetz absprechen. Damit ist die Provisoriumszeit vorber, doch der Systemwechsel wird erst im Jahr 1901 durch die erste Venstre-Regierung endgltig durchgefhrt.

Um diese Inhalte anzusehen, wird der Flashplayer 9 bentigt. Zum Download
audioDidaktische Bemerkungen
case storyFallbeispiele
multimediaMultimedia
photosAbbildungen
videoVideo
sourceQuellen
imageBiografien
lexiconLexikon
bibliographyLiteratur