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Heimweh

„Es ist schlimmer als man glaubt, vom Vaterlande, von seinen Freunden und Verwandten sich für immer zu trennen. Die Schattenseiten der früheren Verhältnisse treten nach dem Aufhören derselben gar leicht in den Hintergrund, was man im Vaterlande gutes hatte, dort schätzte und liebte, umgibt sich in der Ferne so leicht mit einem idealen Reiz, kurz, es tritt bei weniger festen Naturen so leicht Sehnsucht nach der alten Heimat so stark ein, dass darüber das hiesige neue Leben seinen Reiz verliert. Dann aber ist eine Reise über den Ocean und das Land nicht ohne Gefahr. Uns hat Gott gnädig herübergeführt, kein Glied meiner Familie mir genommen. Viele aber müssen ihr Unternehmen mit dem Tode büßen. ... Ich übrigens bin über Philadelphia, Pitthburg und St. Louis gereiset, habe es so schlecht gehabt, wie ein Hund, dabei doch so viele Genüsse an der himmlischen Natur gehabt, daß meine Frau und ich oft mit Entzücken an diese Reise zurückdenken.“

So berichtet der Prediger aus Schwabstedt Jacob Kröger (geboren 1804 in Sartrup, Angeln) um 1850 in Briefen in die alte Heimat von seiner Ankunft in der „Neuen Welt“. Der Textauszug stammt aus einem von zahlreichen Schreiben, die Antworten an Auswanderungswillige aus der Region sind, die ihn um Auskünfte über seine Erfahrungen gebeten haben. Einige dieser Antworten veröffentlicht das „Husumer Wochenblatt“ zu Beginn der 1850er Jahre.

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